Zwischen Sprachwissenschaft und Unternehmerinnentum

21. Mai 2026

Zwischen Sprachwissenschaft und Unternehmerinnentum

„Was machst Du eigentlich mit Philosophie?” „Kannst Du mit Kunstgeschichte Geld verdienen?” „Germanistik – und dann?” – Dr. Simone Burels Werdegang als Perspektive in den Geisteswissenschaften

Wenn ich heute aus meiner Position als promovierte Sprachwissenschaftlerin, Unternehmerin und Gründerin der ersten linguistischen Unternehmensberatung in Deutschland auf meinen Weg zurückblicke, wirkt er von außen oft klar und fast schon vorbildlich. Die Realität dahinter war lange deutlich komplexer – und für mich persönlich auch mitunter belastend. Viele Dinge haben sich erst verändert, als ich angefangen habe, offener mit meiner hybriden Identität als Wissenschaftlerin und Unternehmerin sowie mit meiner Neurodivergenz umzugehen und meine eigene Perspektive nicht mehr zu verstecken. Ich hatte das Gefühl, dass ich nirgendwo reinpasse oder mich wohlfühle. Ein sehr treffendes Beispiel ist, dass ich bis heute nicht gern vor 11 Uhr am Schreibtisch sitze oder gar in Gremien oder Meetings. In den meisten Jobs war das aber schlicht nicht machbar – somit musste ich meine eigene Lebenswelt schaffen, in der ich existieren kann: ich gründete.

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