„Wir dürfen aufhören, kognitive Vielfalt als Herausforderung zu verwalten. Neurodivergenz ist kein Defizit, das geheilt werden muss, sondern ein unternehmerisches Kapital, das wir endlich verstehen und nutzen sollten.“

Wissenschaftliche Forschung ist und bleibt Simone Burels Ausgangspunkt für ihr Wirken. Neueste Erkenntnisse fließen in neue Inhalte: wissenschaftlicher Wissenstransfer mit dem Ziel, Vielfalt nicht zu moralisieren, sondern als infrastrukturelle Zukunftskompetenz wirksam zu machen.

/ FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

„Ich arbeite an den Schnittstellen von Sprache, Macht und Arbeitswelt. Im Zentrum steht die Frage, wie Sprache Organisationen prägt – ökonomisch, kulturell und in Fragen der Vielfalt.“

Aus dieser Perspektive entwickelte sie ihren Schwerpunkt auf gendergerechte Kommunikation, Diskriminierung im Recruiting und die strukturelle Wirkung scheinbar kleiner sprachlicher Entscheidungen.

Ab 2022 traten mentale Gesundheit, Angst und psychologische Sicherheit stärker in den Vordergrund – nicht als individuelle Themen, sondern als organisationale Realität. Seit 2024 verknüpft Dr. Simone Burel diese Perspektiven systematisch mit Neurodiversität, verstanden als Führungs‑, Innovations‑ und Gestaltungsfrage für Arbeit und Wirtschaft.

Aktuell forscht Dr. Simone Burel schwerpunktmäßig zu den folgenden Themen:

Diversity & Inklusionslinguistik (inklusive Sprache)

Dr. Simone Burel untersucht, wie Sprache soziale Ordnungen, Macht und Ausschlüsse reproduziert – und wie Organisationen durch linguistische Interventionen Voreingenommenheit vermeiden und gerechter kommunizieren. Im Bereich der Diversity & Inklusionslinguistik konzentriert sie sich dabei auf die Aspekte gendergerechte Sprache sowie anti-rassistische Sprache & anti-ableistische Sprache. Ihre Forschungserkenntnisse fließen in zahlreiche Publikationen (u. a. Sprache denkt (fe)male. Intelligente Sprache für selbstbewusste und wertschätzende Kommunikation), Gutachten, Forschungsreihen und Beratungsprojekte ein.

Wirtschaftslinguistik & Fachsprachen

Dr. Simone Burel analysiert Führungskommunikation, Rollenbilder, Verhandlungsmuster und organisationale Diskurse in Wirtschaft, Medizin und Medien. Ihre Fachbücher Female Leadership. Frauen in Führungspositionen in der Arbeitswelt 4.0 sowie Durch die Glasdecke: Wie Frauen die Gender Negotiation Gap schließen und am Verhandlungstisch überzeugen werden häufig zitiert und gelten in der Fachdebatte als wegweisend.

Diversity & Inclusion Studies

Dr. Simone Burel forscht zu Diversity, Chancengerechtigkeit und strukturellen Barrieren in Wissenschaft und Organisationen. Dazu zählt die Metastudie Diversity-Monitor, die sie im Auftrag der Klaus Tschira Stiftung umgesetzt hat. Die Studie liefert erstmals eine systematisch aufbereitete, datengestützte Gesamtübersicht zur Diversität an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland – von der Bildungsbiografie über die Phasen Studium, Post-Doc bis ins Präsidium.

Neurodiversität in der Arbeitswelt

Dr. Simone Burel erforscht die Bedeutung neurodivergenter Denkprofile (u. a. Autismus, AD(H)S, Dyslexie) in Organisationen. Sie ist Autorin des umfangreichen Handbuchs Neurodiversität in der Arbeitswelt warum Entscheider*innen neurodivergente Menschen brauchen und entwickelt praxisorientierte Modelle für Personalentwicklungs‑, Team‑ und Führungskontexte.

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/ FORSCHUNGSKOOPERATIONEN

Dr. Simone Burel arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Sprachwissenschaft, Diversity Studies und Organisationsforschung. Ihre Forschungskooperationen verbinden akademische Exzellenz mit angewandter Wirkung – in Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

Dr. Simone Burel kooperiert mit Forschenden und Teams, insbesondere in den Bereichen Organisationslinguistik, Diskursanalyse, Sprache & Macht und Gründung.

Universität Heidelberg: hei_INNOVATION

Dr. Simone Burel ist als Dozentin und PraxisRole Model am Heidelberg StartupCenter tätig. Dort begleitet sie als Impulsgeberin gründungsinteressierte Studierende und Nachwuchsforschende zu den Themen Female LeadershipDiversity in Entrepreneurship und Diversity & Machtstrukturen an der Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaft und gesellschaftlicher Transformation. 

Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Analyse mit realer Gründungserfahrung: In Workshops, Seminaren und MentoringFormaten zeigt sie studentischen Ventures, wie Sprache, Macht und Organisationskultur die Entwicklung junger Startups prägen – und wie vielfältige Teams nachhaltige Innovation ermöglichen. 

Für den Bereich hei_INNOVATION unterstützt sie als Mentorin ein aus Großbritannien speziell für die Geistes- und Sozialwissenschaften entwickeltes Training namens CatalystGER, das  Teilnehmenden (ab PhD Level) ein Training im Bereich Transfer und Social Ventures offeriert. 

Mit ihrer Expertise aus mehreren eigenen Gründungen und ihrer Forschung zu Sprache & Macht unterstützt sie Teams dabei, ihre Ideen strategisch zu schärfen, diskriminierungssensibel zu kommunizieren und fundierte Führungskompetenzen aufzubauen. Dadurch stärkt Dr. Simone Burel eine Gründungskultur, die Wissen, Diversität und unternehmerische Verantwortung zusammenbringt. 

Universität Heidelberg: Gender & Queer Studies

Dr. Simone Burel ist als Dozentin, Praxispartnerin und Expertin Teil des neuen Gender & Queer Studies Certificate of Advanced Studies (CAS) der Universität Heidelberg. In diesem Programm vermittelt sie Perspektiven zu Sprache, Macht und Diversität – mit einem besonderen Fokus auf Queerness, Intersektionalität und diskriminierungssensible Kommunikation. 

Als Praxispartnerin unterstützt sie Studierende in ihren Projekten, nimmt Praktikant*innen auf und bringt ihre Erfahrung aus Wissenschaft und Unternehmertum in die Programmgestaltung ein. 

Darüber hinaus ist sie Teil des neu gegründeten Netzwerks Gender & Queer Studies und engagiert sich im Rahmen der Heidelberg Gender Lectures als Impulsgeberin für Wissenschaft, Gesellschaft und Organisationspraxis. 

Mit ihrem Engagement stärkt sie eine queersensible, interdisziplinäre Forschung und trägt dazu bei, Gender und QueerPerspektiven in Hochschullehre, Organisationskultur und öffentliche Debatten zu verankern.

Universität Heidelberg: Germanistisches Seminar / Linguistik

Dr. Simone Burel ist seit vielen Jahren eng mit dem Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg verbunden – sowohl über ihre Forschung als auch über gemeinsame wissenschaftliche Projekte. 

Gemeinsam mit Prof. Dr. Ekkehard Felder ist sie Herausgeberin der renommierten Buchreihe Sprache und Wirtschaft im MetzlerVerlag, die linguistische Forschung mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen verbindet. 

Darüber hinaus bringt sie ihre Expertise zu Sprache, Macht, Gender und Diversität in universitäre Kooperationen ein – unter anderem im Rahmen des Gender & Queer Studies CAS, in dem sie als Dozentin, Praxispartnerin und Impulsgeberin mitwirkt.  

In Vorträgen, Lehrveranstaltungen und gemeinsamen Projekten verbindet sie Forschung, gesellschaftliche Wirkung und angewandte Linguistik – und stärkt damit den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. 

Klaus Tschira Stiftung

„Talente ins Licht – Mentoring und Netzwerke für Vielfalt in Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften“, so heißt eine neue Förderlinie der Klaus Tschira Stiftung. Um für das Vorhaben eine solide Basis zu schaffen, wurde die Metastudie „Diversity-Monitor“ bei der diversity company in Auftrag gegeben. Dr. Simone Burel war hier verantwortlich für Analyse, Methodik und wissenschaftliches Review – in enger Abstimmung mit der Förderreferentin Dr. Saskia Haupt. 

Der Diversity-Monitor gibt einen Überblick über die Verteilung unterschiedlicher Personengruppen (Geschlecht und Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter, Religion, Ethnische Herkunft und Nationalität sowie soziale Herkunft und sexueller Orientierung) – und zwar vom Abitur, über das Studium, die Promotion, bis hin zur Nachwuchsgruppenleitung, Professur oder Universitätsleitung. In Deutschland fehlte bislang eine konsistente, systematisch aufbereitete Datengrundlage zur Zusammensetzung des Wissenschaftssystems.
Die Metastudie führt die bestehende Datenlage systematisch zusammen. Gleichzeitig ging es darum zu verstehen, warum die Vielfalt in den höheren Qualifikationsstufen abnimmt. Die qualitativen Interviews mit den Diversitätsbeauftragten wurden so zum zentralen Baustein. Wichtigstes Ergebnis: Mit jeder akademischen Stufe nimmt die Vielfalt innerhalb des Hochschulsystems weiter ab. 

Mannheim Center for Entrepreneur­ship and Innovation (MCEI)

Das Mannheim Center for Entrepreneur­ship and Innovation (MCEI) ist das interdisziplinäre Zentrum für Entrepreneur­ship und Innovation an der Universität Mannheim. Mit den drei Säulen Inspiration, Entrepreneur­ship Education und Start-up Support trägt das MCEI dazu bei, eine Kultur des Lernens, des Wissensaustauschs, der Innovation und der Begeisterung für die Entwicklung von Start-ups zu schaffen. Das MCEI bietet unter­nehmerisch denkenden Studierenden und Start-ups, die mit dem MCEI verbunden sind, hervorragende Möglichkeiten, sich zu vernetzen, und unter­stützt sie dabei, ihre Geschäfts­modelle zu hinterfragen, zu testen und weiterzuentwickeln, wobei der Schwerpunkt auf einer „Can-do-Mentalität“ und der Skalierung liegt.

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